Schloss Rheinsberg

Grotte Rheinsberg

Ein Gang durch den Schlosspark zur Grotte Rheinsberg

Im Schlosspark Rheinsberg gibt es an mehreren Plätzen schöne Skulpturen und kleine Bauwerke, die zum Innehalten und Bestaunen einladen. Man hat die Wahl, ob man auf kleinen Pfaden, die von Hecken umgeben werden oder auf größeren Wegen spazieren gehen möchte. Auf beiden Wegen gelangt man zu der ersten Grotte Rheinsberg, der Feldsteingrotte, die am schilfbewachsenen Ufer des Grienericksees liegt und aus großen und kleinen Feldsteinen besteht. Diese Grotte Rheinsberg ist mit Sträuchern und kleinen Bäumen bewachsen und soll einmal mit Muscheln an den Wänden und gläsernen Tropfsteinen an der Decke verkleidet gewesen sein. Sie war in ihrer Illusion einer echten Wassergrotte nachempfunden. Folgt man dem Weg durch die schöne Natur hinter der ersten Grotte, gelangt man zur zweiten Grotte Rheinsberg.

Die im alten Glanz erstrahlende Egeria Grotte Rheinsberg

Prinz Heinrich ließ die Egeria Grotte Rheinsberg um das Jahr 1790 in einer Feldsteinausführung im Schlosspark erbauen. Das Highlight dieser Felshöhle stellte die Figur der Nymphe Egeria dar, die die Grotte schmückte. Doch mit der Zeit setzte der Verfall dieser Grotte Rheinsberg ein und im Jahr 1900 wurden die Fenster und der Eingang nach dem Einsturz des großen Grottengewölbes zugemauert. Erst im Jahr 2006 konnten die finanziellen Mittel aufgebracht werden, um mit den Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten der Egeria Grotte Rheinsberg zu beginnen. Bei archäologischen Voruntersuchungen wurden Überreste der einstigen Dekoration, wie farbige Glassteine, weiße Terracotta Muscheln und Marmorstücke des Grottenraumes gefunden. Im Zuge der Wiederherstellung des Uferbaues vor dem Grottenraum fand man im September 2007 im Schlamm Fragmente der verschollen geglaubten Figur der Egeria. Nach und nach wurde aus einem Steinhaufen wieder die im alten Glanz erstrahlende Egeria Grotte Rheinsberg, die man beim Wandern durch den Schlosspark besichtigen kann.