Schloss Rheinsberg

Das Rheinsberg Schloss

Inmitten wunderschöner Natur steht das Rheinsberg Schloss

Die Stadt Rheinsberg liegt im Norden Brandenburgs im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und darf sich staatlich anerkannter Erholungsort nennen. Die Hauptattraktion und der ganze Stolz der Stadt ist das direkt am See gelegene Schloss Rheinsberg. Es wird von einem Wassergraben umschlossen und ist somit nur über kleine Brücken zu erreichen. Unmittelbar an das Rheinsberg Schloss schließt sich der große Park an, der bis zur gegenüberliegenden Seite des Sees reicht.

Der Schlosspark, geschmückt mit alten Statuen und farbenprächtigen Blumenanlagen, umgibt das Wasserschloss Rheinsberg und führt Besucher entlang des Sees durch heckengesäumte Wege und über Wiesen zum Obelisk. Der Obelisk steht auf der gegenüberliegenden Seite des Grienericksees auf einer Anhöhe und ist von grünen Wäldern umgeben. Von dieser Seite aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Rheinsberg Schloss, das Schlosstheater, die Uferpromenade und den See.

Geschichtliches zum Rheinsberg Schloss

Im Mittelalter befand sich an dem heutigen Standort des Rheinsberg Schlosses eine Wasserburg. Die Familie von Platen ließ im 16. Jahrhundert ein Wasserschloss im Renaissancestil an dessen Stelle erbauen, das im 30-jährigen Krieg aber stark beschädigt wurde. Nachdem das Schloss noch einige Male seinen Besitzer wechselte, begann mit dem Erwerb der Rheinsberger Herrschaft durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. der Um- und Erweiterungsbau des früheren Wasserschlosses und somit die Entwicklung des friderizianischen Rokokos.

Das Rheinsberg Schloss in königlichem Besitz

Friedrich Wilhelm I. schenkte das Rheinsberg Schloss seinem ältesten Sohn Kronprinz Friedrich, der mit seiner Frau Elisabeth Christine 1736 den südlichen Flügel des Schlosses bezog. In den folgenden Jahren ließ der Kronprinz das Rheinsberg Schloss und die Parkanlage umfangreich von verschiedenen Baumeistern wie Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzelaus von Knobelsdorff ausbauen und erweitern. Das eingeschossige Gebäude wurde um ein Obergeschoss ergänzt und die Innenräume im Stil des frühen Rokokos gestaltet, dessen heitere Verspieltheit das Lebensgefühl des Kronprinzen widerspiegelte. Nach eigenem Bekunden verbrachte der Kronprinz im Rheinsberg Schloss seine glücklichsten Jahre.

Friedrich II. übergab seinem jüngeren Bruder Prinz Heinrich von Preußen und dessen Frau das Rheinsberg Schloss, nachdem er seine Regentschaft angetreten hatte. Auch Prinz Heinrich ließ die Schloss- und Parkanlagen erweitern, verschönern und teilweise neu gestalten. Schöpfungen wie der prachtvolle Spiegelsaal mit dem Deckengemälde des Hofmalers Antoine Pesne blieben aber erhalten und sind bis heute zu bestaunen. Noch zu Lebzeiten ließ Prinz Heinrich seine Grabstätte in Form einer abgebrochenen Pyramide, mit selbstverfasster französischer Inschrift, im Schlosspark errichten und wurde dort auch nach seinem Tod 1802 beigesetzt. Die bereits restaurierte Grabstätte kann man im Schlosspark besichtigen.

Nach dem Tod Prinz Heinrichs folgten sein Bruder Ferdinand und dessen Sohn August Wilhelm in das Rheinsberg Schloss. Danach fiel die Herrschaft wieder in königlichen Besitz. Ein Großteil des Schlossinventars wurde versteigert. Bis 1945 stand das Schloss unter der Verwaltung der Hofkammer des preußischen Könighauses.

Die Zeit nach den königlichen Bewohnern im Rheinsberg Schloss

Nach dem Zweiten Weltkrieg war im Rheinsberg Schloss ein Kinder- und Lehrlingsheim untergebracht.

Im Jahr 1953 zog das erste Diabetiker-Sanatorium der DDR in die Schlossanlage ein.

Seit 1991 ist das Rheinsberg Schloss ein Museum und gehört mit der Parkanlage der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Es kann sowohl von außen als auch von innen besichtigt werden und durch aufwendige Restaurationen erstrahlen viele Teile des Schlosses wieder im Glanz der Zeit der Prinzen.

Das Schlossgebäude beherbergt zudem das Kurt Tucholsky-Literaturmuseum, das das Leben und Wirken des Schriftstellers ausführlich dokumentiert.

Das Rheinsberg Schloss und der schöne Schlosspark verbinden bis heute Natur, Architektur und Kunst zu einem harmonischen Ensemble und inspirieren immer wieder von neuem Besucher wie Einwohner gleichermaßen.